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Aus Politik und Zeitgeschichte (B 31-32/2003)
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Unilateralismus der USA als Problem der internationalen Politik |

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Jochen Hippler
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Die Politik der US-Regierung im Kontext des Krieges gegen den Irak hat weit mehr als nur regionale Bedeutung für den Nahen und Mittleren Osten. So einschneidend die mittelfristigen Folgen des Krieges für den Irak und seine Nachbarländer auch sein mögen, so brachte der ehemalige Nationale Sicherheitsberater Zbigniew Brzezinski die allgemeine Bedeutung des Konfliktes doch präzise auf den Punkt: "Es geht nicht um den Irak. Es geht um unsere globale Rolle."Bei diesem Beitrag handelt es sich um eine bearbeiteten und gekürzten Vorabdruck von: Jochen Hippler, US-Dominanz und Unilateralismus im internationalen System - Strategische Probleme und Grenzen von Global Governance, in: Jochen Hippler/Jeanette Schade, US-Unilateralismus als Problem von internationaler Politik und Global Governance, INEF-Report 70, Juli 2003 am Institut für Entwicklung und Frieden (INEF), Duisburg.1Zit. in: US in a Tough Position as Isolation Increases, in: Washington Post vom 6. März 2003, S. A01. Tatsächlich dürfte sich die Bedeutung der Politik der Bush-Administration im Kontext des Irak-Krieges für das internationale System als prägend erweisen, sowohl was ihre Substanz als auch ihren Stil angeht. Diese haben nicht nur die politische Architektur des Nahen und Mittleren Ostens erschüttert, sondern auch die Beziehungen zwischen den westlichen Verbündeten aus dem Gleichgewicht gebracht und die Rolle der Vereinten Nationen und des Völkerrechts auf eine harte Bewährungsprobe gestellt.
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Zur Person |
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Jochen Hippler
Dr. rer. pol., geb. 1955; Studium der Politikwissenschaft; wissenschaftlicher Mitarbeiter des Instituts für Entwicklung und Frieden (INEF) an der Universität Duisburg; freiberufliche Nebentätigkeit als Politikberater und Consultant.
Anschrift: INEF, Universität Duisburg, Geibelstr. 41, 47057 Duisburg. E-Mail: jochen.hippler@t-online.de
Veröffentlichungen u.a.: (zus. mit Andrea Lueg) Feindbild Islam oder Dialog der Kulturen, Hamburg 2002; zahlreiche Beiträge zu Fragen politischer Identitäten im Kontext von Konflikten und Kriegen sowie zu Strukturveränderungen der internationalen Politik.
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Viele Debatten um den Irak-Krieg konzentrierten sich auf die unilaterale Handlungsweise Washingtons und seinen rüden Umgang mit dem UN-Sicherheitsrat. Es stellt sich die Frage, welcher Zusammenhang zwischen der unverkennbaren unipolaren Grundstruktur des internationalen Systems nach Ende des Kalten Krieges - nämlich der machtpolitisch eindeutig dominierenden Rolle der USA - und einer unilateralen Politik Washingtons besteht und wie sich dies auf das internationale System und die Vereinten Nationen auswirkt. |
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19. März 2010
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