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Informationen zur politischen Bildung (Heft 290)
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Geld und Spiele |

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Franz-Josef Brüggemeier
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| Am 31. Mai 1903 fand das erste Endspiel um die deutsche Fußballmeisterschaft zwischen dem VFB Leipzig und dem DFC Prag statt, der damals dem DFB angehörte. Der DFB bestand noch nicht ganz drei Jahre, und der neue Sport war kaum den Kinderschuhen entwachsen. Dennoch fanden sich 2.000 Zuschauer ein, die 473 Mark in die Kassen brachten. In England war Fußball zu dieser Zeit bereits Volkssport. Als dort 1913 Birmingham das Pokalfinale erreichte, standen vierzig Sonderzüge bereit, um die Anhänger des Klubs nach London zu bringen, wo 120.000 Personen das Stadion füllten. Vergleichbare Entwicklungen zeigten sich in Deutschland seit den 1920er Jahren, während heute bei wichtigen Spielen die Stadien nicht genug Plätze bieten, um alle Interessierten unterzubringen. Allein der Kartenverkauf bringt Einnahmen von mehreren Millionen Euro, die durch Fernsehrechte, Werbung und Zahlungen von Sponsoren aufgestockt werden. Fußball ist zu einem riesigen Geschäft geworden, dessen heutiger Umfang bisvor kurzem nicht abzusehen war. Erst in den letzten zehn Jahren stiegen die Einnahmen durch den Verkauf von Fernsehrechten so rapide an, dass der kommerzialisierte Fußball entstand, wie wir ihn heute kennen. |
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19. März 2010
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Schriftenreihe (Bd. 519) |
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Fußball unterm Hakenkreuz
Der Historiker Nils Havemann beschreibt in seiner Darstellung, mit welchen Mitteln es den Nationalsozialisten gelang, den vordergründig "unpolitischen" Volkssport Fußball zur Stabilisierung ihres Systems zu missbrauchen. |
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